Lechfischereiverein Augsburg e.V. 
 

Pfingstlager

Zwei Pfingstzeltlager 2024 und 2025 in der Oblatterwall-Bastion waren genug. Der Stress für Jung und Alt war schon enorm, obwohl es sehr schön war („Dahoim isch Dahoim“). Für Jugendleiter „Wuschel“ stand schon im Januar fest, wenn es in Wangen/Waidhofen an unserer Paar 4-Strecke heuer kein Jugendpfingstzeltlager geben würde, dann fällt es aus oder wir organisieren ein Pfingstfischen als Tages-Event.
Zuerst sah es nicht so aus, dass ein Zeltlager wieder an alter Stätte stattfinden könnte. Die Umbaumaßnahmen an der neuen Fischtreppe waren zwar abgeschlossen, der Zeltplatz aber nicht ganz bezugsfertig. Flussbausteine stellten lange ein Hindernis dar und eine durch Biberfraß überhängende Weide musste von „Lumberjack“ Erich und seinen Helfern Manfred und Wuschel gefällt werden.
Die Großzelte wurden vom Dachboden heruntergeholt und ausgebreitet. Trotz zweijähriger Lagerzeit keine Schäden!
Die Verladeprofis Thomas, Erich und Jörg trafen sich mit dem Jugendleiterteam schon am Freitag um 15 Uhr! Das große Verpacken konnte beginnen bis unsere Jugendbande eintraf. Am Samstag früh wurde noch unsere Gefriertruhe plus Getränke verladen und um 7.28 Uhr fuhren wir nach Wangen/Waidhofen. Leider musste unsere Küchenfee Martina und unser Pressesprecher und Jugendflüsterer Ritschi krankheitsbedingt absagen.
Unser Zeltlager lief unter dem Motto „Catch & Chill - LFV Jugend“. Wie immer gab es auch Shirts für alle mit dem Motto-Logo.
Gleich nach der Ankunft wurde mit dem Aufbauen begonnen. Priorität hatten unser Küchenzelt, Strom und Wasserversorgung. Zwar hatten wir mit einigen Hindernissen zu kämpfen, aber mit der Unterstützung von Mühlenbesitzer Sepp Heggenstaller konnte auch diese Probleme gelöst werden. Jetzt begann der Aufbau der Iglus und Zelte unter Anweisung von Jugendleiter „Manne“.
Jugendleiter Wuschel fiel heuer auf mit einem Beduinenzelt (damit sich der ältere Herr im Stehen anziehen bzw. umziehen kann)!
Dann gab es eine Begehung an unserer Paarstrecke! Es wurden Befischungsrichtlinien und Verhaltensmaßnahmen besprochen.
Jetzt hieß es vor dem Mittagessen (Nudeltopf) Angelequipment herrichten und das Lagerfeuer entfachen.
Um 12 Uhr begann die erste Feuerwache mit Carl, Mario und Wuschel.
Die Aufgaben waren Kaffee aufbrühen und auf Vereinsfahne und Glocke aufpassen. Natürlich durfte auch das Feuer nicht ausgehen.
Jugendfischer Luis eröffnete die Fangliste.
Nach den ersten Fängen (max. 3 Salmos am Tag, bzw. 2 Forellen, wenn man noch nachts angeln wollte), wurde die Badesaison unterhalb der Mühle eröffnet. Einer von uns Jugendleitern war selbstverständlich dabei. Selten hatten wir während des Pfingstzeltlagers heißere Tagestemperaturen erlebt so wie in diesem Jahr!
Gegen Abend kamen unsere Grillprofis Daniel und Jörg zum Einsatz. Sylvia und Evi kredenzten leckeren Kartoffelsalat zu „Würschdla“ und Steaks.
Nur wenige gingen am Abend auf Aal oder Karpfen. Erstaunlich war auch, dass wenige Jugendliche das Lagerfeuer genossen.
Am späten Abend erschien unser ehemaliger Jungangler Luggi am Zeltplatz. Samuel war sofort in Alarmbereitschaft und kontrollierte Fahne und Glocke. Isti und Mario sollten angeblich Luggis Komplizen sein. Der Jugendleiter meinte dazu: „Wenn zwei noch aktive Jugendvorstände beim Fahnenraub mitmachen, gibt`s Ärger“. Es blieb aber eine ruhige Nacht!
Im Morgengrauen hörte man schon die ersten Frühaufsteher.
Leider wurde immer an denselben Stellen gefischt. Nur vereinzelt wurde unsere komplette Paarstrecke genützt.
Zum Mittagessen gab es Wurstsalat.
Das traditionelle Kickerturnier fiel mangels Interesses aus. Wegen der erwähnten Zeltplatz-Schwierigkeiten mussten wir unser traditionelles Paarcafé für die Eltern leider absagen.
Zum Abendessen gab es wieder Leckeres vom Grill, diesmal mit Tzatziki.
Der Abend und die Nacht verliefen genauso ruhig wie die zuvor, außer dass drei Aale gefangen wurden.
Am Montag wurde noch bis 10 Uhr gefischt, was einigen „Schneidern“ half, doch noch einen Fisch zu fangen.
Hier ein großes Dankeschön an Gewässerwart Ralf, der mit seinem Sonderbesatz dafür sorgte, dass jeder Beute machte. Das gleiche gilt auch für unseren 1. Vorsitzenden, Herrn Daniel Schild, der diese Maßnahme zuvor bewilligt hatte.
Das Abbauen der Zelte wurde rasch durchgezogen und zu Mittag gab es „Würschdla“ mit Brot.
Vor der Siegerehrung bedankte sich der Jugendleiter bei seinen Helfern und Freunden für ihren hervorragenden Einsatz. Ohne die Lechfischerfamilie ist ein solches Zeltlager nicht durchführbar.
Insgesamt war es wieder ein Erlebnis, an unserer Paarstrecke zu sein. Die Mädels und Jungs, mit kleinen Abstrichen, verhielten sich tadellos. Leider muss man feststellen, dass der Großteil der jungen Generation kein Interesse mehr an einer Lagerfeuerromantik bzw. an einem gemütlichen Beisammensein hat. Lieber sitzt man im Zelt. Die Jugendlichen sahen in der Feuerwache eher eine Strafe, als eine Chance, mit seinen Freunden zu ratschen und zu lachen.
Auf ein neues Zeltlager 2027!




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